Bund der Freunde der Engel e.V.
Burkina Faso
Burkina Faso war früher die französische Kolonie Obervolta.
Die Sprache ist Französisch und die die Nebensprache "Mooré". Burkina Faso ist eine der drittärmsten Länder der Welt, angesiedelt in der Sahel-Zone. Die Leute sind friedlich und liebenswert. Die Trockenheit bzw. Dürre macht ihnen viel zu schaffen, auch die immer wiederkehrenden Krankheiten wie z.B. Malaria, Sumpffieber, Meningitis, usw.
Die Kindersterblichkeit liegt bei ca. 22%. Die meisten der Kinder sind unterernährt. Dies ist aber nur ein Bruchteil der dort vorhandenen Probleme. Viele Frauen werden gegen ihren Glauben zur Polygamie mit Gewalt gezwungen, viele aufgrund von Aberglauben mißhandelt. Menschen werden verrückt vor Hunger, Schmerzen, Gewalteinfluß und dauernder Verzweifelung.
Damit Sie sich einen kurzen Überblick über die Lage machen können, und wie unser Bund in Kooperation mit den afrikanischen Schwestern von der unbefleckten Empfängnis helfen möchte, lassen wir in einem Rundbrief die Schwestern Henriette Ouédraogo und Marie Denise Guissou zu Wort kommen (vom Oktober 2008):


Indem wir den Kindern der Armen dienen, dienen wir JESUS
(die S.I.C. und Papa Alfred)
SOS für die Witwen in Burkina Faso
Liebe Wohltäterinnen und Wohltäter,
heute mochten wir ihnen ein Problem vorstellen, das uns große Sorgen bereitet, und zwar sind das die christlichen Witwen und ihre Kinder in allen Pfarreien unseres Landes. Wenn diese Frauen ihrem christlichen Glauben treu bleiben, indem sie es ablehnen, als zweite oder sogar dritte Frau genommen zu werden, sind die Bräuche fur sie sehr hart. Es beginnt ein Martyrium, wenn sie ,,rebelIieren“: Sie werden malträtiert, verworfen, verlassen, und alles bis auf das, was sie auf dem Leibe tragen, wird ihnen genommen. Ofter waren wir sogar Zeugen von Gewalttaten, indem man sie
aus ihren Hütten verjagte, mit Steinen nach ihnen warf oder sie mit Holzknüppeln oder Dornenzweigen schlug. Manche dieser armen Wesen begehen sogar Selbstmord, weil sie nicht mehr ansehen können, wie ihre Kinder buchstäblich verhungern.
Wir wollen uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln um diese bedauernswerten Geschopfe kümmern. Der Anfang, der sich als richtig erwiesen hat, ist gemacht. Jetzt wollen wir einen Schritt weitergehen, und die Witwen finden unser Vorhaben genial, einfach großartig. Was halten SIE von unserem weiteren wie folgt aussehenden Plan:
Die Frauen sollen sich zu Gruppen von fünf oder sechs Personen zusammenschließen und kleine Betriebe mit einem von uns zur Verfügung zu stellenden Anfangskapital von 250 Euro pro Witwe gründen. Jede soll ihr eigenes Häuschen bekommen. Vorgesehen ist unter anderem die Herstellung von Seifen verschiedener Art, Erdnussöl, Karaté-Butter (so eine Art Margarine), Sumbala (Saucenzutat), Schafzucht, Gärtnerei in der Nähe eines Brunnens, Näherei, Stickerei, Strickerei, Färberei, Gastronomie und anderes. Es gibt noch viele Möglichkeiten, je nach Bildungsgrad der
Beteiligten. Jede arme Witwe bekommt vom ,,Papa-Alfred-Verein" die Summe von 1250 Euro, wovon 1000 Euro für Grundstück, Häuschen, Vorrat und Schulgeld sowie die restlichen 250 Euro zur Gründung einer neuen Existenz bestimmt sind. Bekanntlich macht Gemeinschaft stark, und wenn sich zum Beispiel sechs Witwen zusammentun und eine kleine Nähwerkstatt anfangen, bekommen sie zwei Nähmaschinen, Stoffe, Garn usw. Sie können aber auch mit der Hand viel tun. Andere können einen Eselskarren mit Esel kaufen für zusammen etwa 600 Euro, und so entsteht ein ,,Transportunternehmen“ - um nur einige Beispiele zu nennen.
Hilfe zur Selbsthilfe ist gefragt, und Gemeinschaft macht wirklich stark. Es ist sogar die Errichtung eines Dorfes mit allem Drum und Dran vorgesehen.
Mit GOTTVERTRAUEN und der Hilfe uns gut gesinnter Menschen in den deutschsprachigen Ländern Europas werden wir gewiß das Problem lösen und viel Leid beseitigen oder zumindest mildern konnen.
Schon jetzt sagen wir ,,Vergelt’s Gott" an alle, die uns zur Seite stehen wollen bei der Errichtung eines Lebenszieles für alle diese Märtyrerinnen und Waisen am Rande der Gesellschaft.
Möge GOTT Sie alle segnen.
Ihre afrikanischen Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis
Sr. Henriette Ouédraogo und Sr. Marie Denise Guissou.